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Buon Natale: Wie Weihnachten auf dem italienischen Stiefel gefeiert wird

Andere Länder, andere Sitten. - In Italien wird das Weihnachtsfest zwar ähnlich wie in Deutschland, aber doch mit anderen Traditionen und Ritualen gefeiert.

Das fängt schon an mit der weihnachtlichen Dekoration in vielen italienschen Städten. Die Straßen werden reichlich mit gelben Lichterketten überspannt, viele Wahrzeichen mit künstlichen Lichtern überzogen, an Festbeleuchtung darf es in keinem Fall fehlen. Ein großer Weihnachtsbaum wird auf den meisten öffentlichen Plätzen aufgestellt und mit riesengroßen, fröhlich-bunten Christbaumkugeln behängt.

Auch in den italienischen Wohnungen blinkt und blitzt es an Weihnachten ebenso überall bunt und festlich. Im Gegensatz zu deutschen Haushalten bevorzugen die Italiener eher künstliche Christbäume, die man jedes Jahr wieder aus dem Keller hervorholen und mit buntem Lametta und kleinen Christbaumkugeln schmücken kann. Echte Kerzen am Baum sind eher unüblich.

Überall in den Supermärkten findet man schon frühzeitig die allseits beliebten "Panettone" (weiches "Weihnachtsbrot" mit Rosinen und Vanillegeschmack) aufgestapelt zu riesigen Pyramiden in Weihnachtsbaumform vor, und der "Vin Santo"-der sogenannte heilige Wein - ein süßer Likör - wird schon beizeiten dazu kühl gestellt.

Die Tradition des heiligen Nikolaus am 06. Dezember, bei dem in Deutschland die Kinder schon ein wenig beschenkt werden, kennen die Italiener nicht. Er wird allerdings von der "Befana" am 06. Januar gebührend ersetzt. Sie ist eine Hexe, die der Legende nach des Nachts mit ihrem Besen von Dach zu Dach fliegt, und den braven Kindern durch den Kamin ihre Geschenke bringt. Die Ungehorsamen gehen leer aus und bekommen stattdessen ein paar Kohlestücke in den Strumpf gesteckt.

Geschenke gibt es natürlich auch in Italien an Weihnachten, Babbo Natale (der italienische Weihnachtsmann) findet am 25. Dezember seinen weiten Weg ebenso in die italienischen Gefilde. Allerdings wird neben der Bescherung eher Wert auf das Zusammensitzen in trauter Großfamilie und vor allem auf ein großes Weihnachtsschlemmen gelegt. In Italien wird an sämtlichen Weihnachtstagen so viel aufgetischt, wie wahrscheinlich das ganze Jahr sonst nicht. Köstliche Festessen werden zubereitet, und bei stundenlangen 5 Gänge-Menüs wird sich ausgiebig über die neusten Weihnachtsrezepte und guten Weine ausgetauscht. Buon appetito!

Quelle: weihnachtsmarkt.net, weihnachtspro.de
Bild: mistress_f (Flickr)

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