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Das Fest der Liebe: Wie man an Weihnachten Streit vermeidet

Weihnachten: das Fest der Liebe. So sollte es zumindest sein. Doch leider bricht allzu oft ausgerechnet am mit Vorfreude erwarteten Weihnachtsabend mit der Familie ein Streit aus. Sei es darum, wer die Oma abholen soll, wer den Weihnachtsbraten hat verschmoren lassen, wer sein Zimmer nicht auf Vordermann gebracht hat, oder warum man zu spät gekommen ist...

Der Heiligabend soll ja schließlich perfekt und harmonisch ausfallen. Jeder soll sich freuen und genießen! Aber gerade an diesem hohen Anspruch scheitern die meisten guten Vorsätze. Viele fühlen sich unter Druck gesetzt, sie müssten das schönste Geschenk für den Partner finden, sie müssten gerade an Weihnachten die perfekte Hausfrau mimen, sie müssten gerade jetzt das unübertreffliche Outfit für den Abend finden. Dieser Stress sucht nach einem Ventil und findet dies leider meist in den eigenen vier Wänden, was zu dramtischen Szenen unter dem Christbaum führen kann.

Auch pflichtgemäße Beisammensitzen der ganzen Familie einmal im Jahr empfinden viele als unangenehm und gehen schon von Anfang an gereizt an das Thema Weihnachten heran. Ohne Rückzugsmöglichkeiten ständig mit der gesamten Familie zusammen zu sein, vielleicht sogar über mehrere Tage, ist für viele ungewohnt und zehrt an den Nerven.

Je höher also die Erwartungen an das gemeinsame Weihnachtsfest ausfallen, desto schwieriger ist es, ihnen gerecht zu werden. Daher sollte man versuchen, den anderen möglichst viele Freiräume zu lassen und seine eigenen Erwartungen, die durch das übertriebene "Es muss alles perfekt sein - Denken" entstanden sind, zurückzuschrauben. Zum Beispiel sollten Eltern ihren erwachsenen Kindern selbst überlassen, wo und mit wem sie feiern möchten.

Wenn man vorhat, sich nicht zu streiten, sollte auch dieser Vorsatz nicht zum Druckfaktor bei der Weihnachtsfeier ausarten. Denn das kann genau die Situation erzeugen, die man eigentlich vermeiden wollte. Es kann helfen, alles etwas leichter zu nehmen und mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Es handelt sich letztednlich nur um einige Tage der Toleranz. Auch könnte man gemeinsam beschließen, sich jeden Tag ein wenig Raum zu gönnen, zum Beispiel eine tägliche "Familienfreizeit" für 2 Stunden einräumen.

Reizthemen sollten möglichst vermieden werden, ebenso vorhersehbare Konfrontationen. Wenn man als Gastgeber weiß, dass sich zwei Familienmitglieder nicht ausstehen können, sollte man sie möglichst an unterschiedlichen Tagen einladen.

Ganz oben auf der Ratgeberliste steht jedoch das Wörtchen Höflichkeit. Einmal mehr "Danke" oder "Bitte" sagen, einmal mehr nachfragen, wie es dem anderen denn eigentlich so ergeht, einmal mehr zuhören, einmal eher nicht im Mittelpunkt stehen wollen und den anderen ins Wort fallen ...Damit kann man sicherlich schon sehr zu einem harmonischen Heiligabend mit der Familie beitragen.

Quelle: Brigitte Online, Hr-Online
Bild: Tom in NYC(Flickr) RcktManIL (Flickr)

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