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Die wahre Geschichte von Santa Claus

Wenn man an den Weihnachtsmann denkt, dann hat man immer das Bild vor Augen, das sich seit vielen Jahrzehnten eingebürgert hat. Es ist ein Mann mit rotem Umhang und weißem Bart, der Geschenke verteilt. Allerdings ist eine historische Figur das Vorbild für Santa Claus. Er soll ein Heiliger gewesen sein und habe vielen Menschen in Not geholfen.

    Bremond / Wikipedia

Heiliger Nikolaus von Myra

Wir müssen weit zurückgehen in der Geschichte der Menschheit, um der wahren Geschichte auf die Spur zu kommen. Zwischen dem Jahr 270 und 286 soll der heilige Nikolaus von Myra geboren sein. Auch das Jahr seines Todes ist unklar. Es kann 326, 345, 351 oder 365 gewesen sein. Der Todestag ist allerdings verbrieft. Es war ein 6. Dezember, der dann zum Nikolaustag wurde. Vor allem für Kinder und Seemänner war er ein Schutzpatron.

Unter Christenverfolgung gelitten

Nikolaus war damals der Bischof von Myra. Der Ort hat heute den Namen Demre und liegt in der Türkei. Schon mit 19 Jahren weihte ihn sein Onkel, der ebenfalls Bischof war und auch Nikolaus hieß, zum Priester. Bekannt ist dazu noch, dass er ein großes Vermögen erbte, was er aber nicht nur für sich beanspruchte, sondern unter den Armen verteilte. Allerdings war das Leben nicht immer einfach. Denn zu damaliger Zeit setzte die Christenverfolgung ein. Nikolaus wurde gefangen genommen, eingesperrt und auch gefoltert.

Legenden

Viele Legenden ranken sich um den Heiligen Nikoaus von Myrta. So soll er einem Vater geholfen haben, der in großer Armut seine drei Töchter zu Prosituierten machen wollte. Er wollte damit die Mitgift aufbessern, weil seine Kinder nicht standesgemäß heiraten konnten. Nikolaus warf in drei aufeinanderfolgenden Nächten je einen Goldklumpen seines Vermögens durch das Fenster der drei Frauen, die noch Jungfrau waren. Der Vater fand schließlich Nikolaus und dankte ihm. Diese Geschichte ist auch der Grund, warum Nikolaus oft mit drei Goldkugeln oder Äpfeln abgebildet wird.

Im Traum erschienen

Es gibt aber noch weitere Mythen, die sich nicht ganz so weltlich anhören. So soll er Seemänner darum gebeten haben, etwas von einer Kornladung für den Kaiser von Byzanz abzuzweigen. Es herrschte gerade eine große Hungersnot. Nikolaus musste erst versichern, dass den Seemännern keine Strafe dafür blüht. Und auch nachdem eine Menge Korn entnommen, wog die Ladung für den Kaiser immer noch genauso viel. Dazu soll er Seemännern in Not auf hoher See erschienen sein und einen Sturm beruhigt haben. Und dem Kaiser sei er im Traum erschienen und habe ihm befohlen, drei zum Tode verurteilte Feldherren zu begnadigen, was dieser dann auch tat. Dazu kommen ein Wirbelwind, der einen verschleppten Jungen nach dem Tode Nikolaus genau vor die Nikolauskirche setzte und zu seinen Eltern zurückführte und die Erweckung eines vom Teufel getöteten Jungen.

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