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Katholischer Frauenverband kämpft gegen Schoko-Weihnachtsmann

Er ist aus den vorweihnachtlichen Regalen nicht mehr wegzudenken und teilweise schon ab dem frühen Herbst erhältlich: der Schoko-Weihnachtsmann. Doch wie das Onlineportal der Waz, Der Westen, berichtet, will der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes eben dieser süßen Versuchung an den Kragen.

Mit einer Postkartenaktion will man gegen die weihnachtliche Vorzeigesüßigkeit des Bundesverbandes der deutschen Süßwarenindustrie unter dem Motte "Für mich – Das Original" vorgehen. Mit dem Original meint der Frauenverband Sankt Nikolaus, den Bischof von Myra, der mit dem 6. Dezember seinen alseits bekannten eigenen Feiertag in der Adventszeit feiert.

Mit diesem Heiligen haben aber die Schokoweihnachtsmänner nichts zu tun, beklagen die katholischen Frauen. Dem Schoko-Weihnachtsmann würde eher der amerikanische und britische Santa Claus zugrunde liegen, der nun alles andere als einen religiösen Hintergrund habe und nichts anderes darstellt, als ein säkularisierter Geschenkebringer, der eine exzellente Werbefigur abgibt.

Mit den ersten 100.000 Postkarten will der Frauenverband die Süßwarenindustrie zum Nachdenken anregen und vermitteln, dass der echte Nikolaus nun mal für Werte wie Güte, Nächstenliebe, Teilen und Schenken steht. Die katholischen Frauen hoffen, dass sich damit in der Produktion für das nächste Jahr etwas ändert.

Damit werden die 190.000 Frauen, die hinter der Aktion des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes gegen den Schokoladen-Weihnachtsmann stehen, dieses Jahr wohl auf den zuckersüßen Mann mit dem langen, weißen Rauschbart verzichten.

Bild: Lee Carson (Flickr), Erich Ferdinand (Flickr)

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