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Oh Tannenbaum: Über den Mittelpunkt jedes Weihnachtsfestes

Wer sich schon einmal gefragt hat, wo eigentlich die Tradition des Weihnachtsbaumes herkommt, der findet hier eine Antwort: Immergrüne Pflanzen gelten seit Jahrhunderten als ein Symbol von Fruchtbarkeit und Lebenskraft. Außerdem sollten in nördlichen Ländern Tannenzweige das Eindringen von bösen Geistern in die gute Stube verhindern. Zudem gilt in strengen Wintern das Grün als Hoffnung auf den baldigen Frühling!

Warum schmückt man den Baum aber dann zu Weihnachten? Aus dem 15. Jahrhundert gibt es erstmals Quellen über diese verbreitete Tradition in Deutschland. In Freiburg zum Beispiel behängten Bäcker demnach Tannenbäume vor ihren Bäckereien mit Süßigkeiten, die dann am Neujahrstag von den Kindern geschüttelt und geplündert werden durften. Erst im 19. Jahrhundert wurden die ersten Christbaumkugeln und Lametta eingesetzt, um den Weihnachtsbaum auch so richtig prachtvoll geschmückt aussehen zu lassen. Das Anbringen von Kerzen gehört schon seit circa 400 Jahren zum Baumschmuck dazu. Heutzutage benutzt man jedoch gerne auch Lichterketten, die die gute Stube auf sichere Weise erstrahlen lassen.

Es gibt viele in Deutschland gezüchtete Baumsorten, die ideal als Weihnachtsbaum eingesetzt werden können. Die Nordmanntanne ist mit Abstand der teuerste Baum. Sie hat weiche, glänzend-tiefgrüne, nichtstechende Nadeln und eine gleichmäßige Wuchsform. Der Klassiker unter den Weihnachtsbäumen ist wohl aber die Blaufichte mit ihren blau schimmernden Nadeln. Mit ihren starken Ästen ist sie perfekt geeignet für schweren Baumschmuck! Der preisgünstigste Baum ist die Fichte. Sie hat von allen Arten die geringste Haltbarkeit und nadelt schon nach wenigen Tagen, wird aber dennoch am meisten in deutschen Weihnachtshaushalten eingesetzt.

Vorrausschauende Pflanzenliebhaber können sich schon frühzeitig sogar einen Weihnachtsbaum aus der Dose zulegen: Die Dosen enthalten Trockengranulat, Samen und die Nährstoffe, die die Pflanze zum Wachsen braucht. Sie muss lediglich feucht gehalten und an einem sonnigen warmen Ort aufgestellt werden. Dann steht dem prachtvollen Gedeihen des Pflänzchens bis zur kommenden Weihnacht nichts mehr im Wege!

Wem das Ganze jedoch zuviel Arbeit ist, der kann auf einen künstlichen Weihnachtsbaum zurück greifen. Praktischerweise kann das aus Kunststoff oder Fiberglas hergestellte "Gewächs" jedes Jahr wieder aufgestellt werden, ist nur äußert schwer entzündbar und gibt den Allergikern unter den Weihnachtsgästen keinerlei Anlass mehr zum Niesen. Aber vor allem nadelt er nicht: Der Traum einer jeden Hausfrau!

Quelle: Heimwerker Online, Design 3000 Online
Bild: rusher2K (Flickr)

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