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Spanien: Weihnachten erst am 6. Januar

Andere Länder, andere Sitten: Da stellt Spanien keine Ausnahme dar! Im Unterschied zu vielen anderen europäischen Ländern ist es nicht der 24. oder 25. Dezember, der groß gefeiert wird in Spanien, sondern der 6. Januar, der Tag der Drei Heiligen Könige. Was sich kein Kind in Deutschland vorstellen kann, ist hier Realität: Nicht der Weihnachtsmann ist wichtig, sondern die Weisen aus dem Morgenland. Diese überbringen die Geschenke und kommen in die Häuser der Spanier.

Am Vorabend des 6. Januars sieht es die Tradition vor, dass Kinder und Jugendliche einem der drei Könige ihren Wunschzettel in die Hand drücken. Dazu können sie zu den zahlreichen Weihnachtsmärkten des Landes gehen. Der wohl bekannteste befindet sich in der Altstadt Barcelonas: Der Mercat de Sant Antoni zieht Jahr für Jahr Massen an Touristen und Einheimischen an. Eine Spezialität auf den Weihnachtsmärkten sind schwarz gefärbte Zuckerstücke, die symbolisch als Kohlestücke an Kinder übergeben werden, die nicht artig waren. Knecht Ruprecht und seine Rute lassen grüßen!

Am 28. Dezember findet eine weitere spanische Weihnachtstradition statt, die man in Deutschland eher am 1. April erlebt. Am 'Día de los Santos Inocentes', also am Tag der unschuldigen Heiligen, nimmt jeder jeden aufs Korn und keiner Geschichte, die man an diesem Tag hört, sollte getraut werden. Sogar die Zeitungen machen mit und berichten über komplett frei erfundene Geschehnisse an dem Tag. Ein großer Spass für die ganze Familie, an dem ganz Spanien teilnimmt!

Quelle: stern.de
Bild: Jose Luis Martinez (Flickr)

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