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'Weihnachten im Schuhkarton' – Hilfsaktion endet heute

Die Hilfsaktion 'Weihnachten im Schuhkarton', die Geschenke an hilfsbedürftige Kinder in aller Welt verteilt, geht zu Ende. Nur noch heute, am 15.11.2010, können an einer der vielen Sammelstellen noch Pakete abgegeben werden. Unterdessen regt sich Kritik am Vorgehen der durchführenden Organisation 'Geschenke der Hoffnung'.

Die Hilfsaktion 'Weihnachten im Schuhkarton' findet 2010 bereits zum 15. mal statt und wird inzwischen weltweit durchgeführt. Das Prinzip hinter der Hilfsaktion ist dabei denkbar einfach. Wer mitmachen möchte, beklebt einen Schuhkarton mit Geschenkpapier und befüllt ihn mit Geschenken, die sich entweder an einen Jungen oder ein Mädchen richten. Nach Auskunft der Organisatoren hat sich dabei in den letzten Jahren vor allem eine Mischung aus Spielsachen, Kleidung, Material für die Schule, Süßigkeiten und Hygieneartikel. Beim Befüllen seines 'Weihnachten im Schuhkarton' sollte man sich zuvor aber auf der Website von 'Geschenke der Hoffnung' darüber informieren, welche Zollbestimmungen für die Länder gelten, in welche die Geschenke gehen sollen. Wo man sein 'Weihnachten im Schuhkarton' abgeben kann, erfährt man ebenfalls auf der Website der Organisation 'Geschenke der Hoffnung'. In jedem Fall wird zusätzlich eine Spende in Höhe von sechs Euro fällig, mit der die Kosten für Logistik und Transport abgegolten werden.

Auf diese Weise wurden im letzten Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz knapp 500.000 'Weihnachten im Schuhkarton' gespendet. Trotzdem ist die Aktion in Kirchenkreisen nicht ganz unumstritten. Hinter den organisierenden 'Geschenke der Hoffnung' steht nämlich das Netzwerk der US-amerikanischen Billy Graham Evangelistic Association. Diese legt den Sachspenden in Form der Geschenke im Schuhkarton nämlich noch eine evangelikale Broschüre bei. Darüber hinaus lädt sie die Kinder zu Glaubenskursen ein. Ebenfalls stößt bei 'Weihnachten im Schuhkarton' auf Kritik, dass die Organisation neben ihrer Hilfsaktion an Weihnachten keine langfristigen Entwicklungsprojekte durchführt.

Bild: geschenke-der-hoffnung.org

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